
Mit dem Bildungszentrum Mitteldeutschland (BZM) realisiert die NEUBI in der Bismarckstraße 41a/b in Bitterfeld-Wolfen eines der zentralen Zukunftsprojekte im Strukturwandel des Mitteldeutschen Reviers. Entstehen soll eine überbetriebliche Ausbildungsstätte mit Kapazitäten für mehr als 250 Auszubildende. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 75 Millionen Euro.

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld gehört zu den Gebietskörperschaften in Sachsen-Anhalt, die Mittel zur Bewältigung des Kohleausstiegs erhalten. Besonders der Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen mit dem rund 1.200 Hektar großen Chemiepark gilt als Wachstumskern. Zugleich sind bestehende Ausbildungseinrichtungen in Teilen technisch überholt. Das BZM soll die Ausbildungslandschaft stärken und einen Beitrag zur langfristigen Fachkräftesicherung leisten.
Susann Schult, Geschäftsführerin Neue Bitterfelder Wohnungs- und Baugesellschaft (NEUBI):
„Mit dem Bildungszentrum Mitteldeutschland schaffen wir eine moderne Infrastruktur für die berufliche Ausbildung und sichern damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes.“

Die Maßnahme wird mit 68,795 Millionen Euro gefördert (Bund 90 %, Land Sachsen-Anhalt 5 %). Dieses Vorhaben wird durch eine Zuwendung des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen ermöglicht.
Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff:
„Gute Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft im doppelten Sinne: nämlich in die Zukunft der Jugendlichen ebenso wie in die Zukunft der Unternehmen. Der Neubau des Bildungszentrums Mitteldeutschland stellt einen bedeutenden Schritt für eine nachhaltige Fachkräftesicherung in der Chemiebranche und anderen industriellen Kernbereichen im Mitteldeutschen Revier dar.“


Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident Sachsen-Anhalt, Susann Schult, Geschäftsführerin NEUBI, Andy Grabner, Landrat Anhalt-Bitterfeld und Armin Schenk, Oberbürgermeister Bitterfeld-Wolfen (v.r.) bei der Übergabe der Förderbescheide am 16.09.2025.

Bauliche Planung und
Umsetzung BZM


Januar 2026
Auf dem Grundstück in der Bismarckstraße 41a/b finden von Mitte Januar bis Ende Februar 2026 Grünschnittarbeiten statt. Auf dem bislang mit ruinösen Altbauten versehenen und verwilderten Areal ist das der erste notwendige Schritt, um eine ergänzende Standortuntersuchung durchführen zu können. Die Arbeiten werden von der Forstbetrieb Roßlau GmbH ausgeführt. Damit wird dem verwahrlosten Stadt- und Landschaftsbild vor Ort erstmals entgegengewirkt.